In der gestrigen Kreistagssitzung bestätigte Landrat Martin Wille die geplanten Tariferhöhungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) für Schönefeld. Der Aufsichtsrat des VBB hatte in seiner Sitzung am 6. Dezember die Auslagerung des Gemeindegebietes aus dem Tarifgebiet B ins Tarifgebiet C beschlossen. Damit verteuert sich die Fahrt von der Berliner Innenstadt, z.B. zum Flughafen Schönefeld, von bisher 2,10 € pro Einzelfahrschein auf 2,80 € ab dem 1. April 2008.
„Die Tariferhöhung durch die Auslagerung Schönefelds in das VBB-Tarifgebiet C ist ein falsches Signal für den Berlin-Brandenburger Flughafenstandort der Zukunft“, so Andreas Schluricke. „Eine Preiserhöhung um ein Drittel des bisherigen Fahrpreises für die Schönefelder, die zur Arbeit nach Berlin fahren müssen, die Berliner, die am Flughafen arbeiten und die Passagiere, die von Schönefeld aus in alle Welt fliegen, ist eine reine ´Abzocke´ des Verkehrsverbundes.“, so Andreas Schluricke. „Die Entscheidung konterkariert insbesondere die jahrelangen Bemühungen der Flughafen-Gesellschaft, das Image von Schönefeld in der Stadt Berlin zu verbessern. Für viele Berliner, gerade aus dem Westteil, lag Schönefeld im Bewusstsein ja quasi an der Grenze zu Polen“, so Schluricke. „Mühsam ist es mit viel Werbeaufwand und zahlreichen Imagekampagnen gelungen, den Flughafenstandort Schönefeld an Berlin anzubinden. Die Entscheidung des VBB macht ihn nun wieder zu einem Umland-Flughafen. Das halte ich für falsch“, so der Schönefelder SPD-Kreistagsabgeordnete. „Eigentliche sollte jemand jetzt einmal folgende Rechnung aufmachen: welche zusätzlichen Einnahmen erwartet der VBB durch die Tariferhöhung und welche Ausgaben für Werbung und Imagekampagnen in Berlin hatte die Flughafen-Holding in den vergangenen Jahren?
Leider ist die Entscheidung gefallen und wohl nicht mehr rückgängig zu machen. Kommentarlos hinnehmen muss man sie trotzdem nicht“, so Andreas Schluricke.
Andreas Schluricke
Mitglied des Kreistages Dahme-Spreewald