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Andreas Schluricke.

Schluricke: Kommunalpolitik muss noch näher bei den Menschen sein! :

Kommunalpolitik

Der SPD-Kreistagsabgeordnete Andreas Schluricke im Interview mit dem "Roten Kurier" der SPD-Bestensee:

Frage: Erzähle uns kurz etwas über dich und deine Vorstellungen.

Schluricke: Seit dem Jahr 2003 bin ich Mitglied des Kreistages Dahme-Spreewald für die SPD und im vergangenen September für den Wahlkreis , den die Gemeinde Bestensee sowie Heidesee, Mittenwalde und Schönefeld bilden, wieder gewählt worden. Ich bin Mitglied des Ausschusses für Finanzen, Öffentliche Ordnung und Sicherheit des Kreistages sowie stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur.
Geboren bin ich 1966 in Berlin-Neukölln und wohne seit 1996 in Schönefeld. Wer mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchte, findet alle Informationen auf meiner Website unter www.andreas-schluricke.de
Die Anforderungen an eine moderne und demokratische Kommunalpolitik steigen. Das sage ich nicht etwa, weil ich ein Teil von ihr bin. Es ist eine Folge der allgemeinen politischen Entwicklung. Je unübersichtlicher und damit unverständlicher die „große Politik“ wird, umso mehr wird die kommunale Politik mit ihren direkten, für jeden Einzelnen spürbaren Auswirkungen zum Gradmesser für die Politik insgesamt. Das hat Folgen. Kommunalpolitik muss noch näher bei den Menschen sein, Entscheidungen müssen noch besser erklärt und auf den Prüfstand gestellt werden. Nicht nur alle fünf Jahre, wenn Wahlen sind, sondern ständig. Das Bewusstsein dafür ist bei den Entscheidungsträgern noch nicht sehr ausgeprägt. Da können wir, auch im Landkreis, noch besser werden.

Frage: Was erwartest du für das neue Jahr?

Schluricke: Das ist eine Frage, über die man auch ein Buch schreiben könnte. Daher meine Erwartungen nur in Schlagworten: Unsere Region wird sich durch den „Motor BBI“ weiter positiv entwickeln. Diese Entwicklung versuchen wir, mit unseren bescheidenen Einflussmöglichkeiten im Kreis, im Interesse der Menschen zu steuern.
Wir werden aber auch in Dahme-Spreewald die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise spüren. Sie macht sich schon heute in steigenden Arbeitslosenzahlen bemerkbar.
Meine politischen Erwartungen für das Jahr 2009 sind eher bescheiden. Es ist ein so genanntes „Super-Wahljahr“ mit der Europawahl am 7. Juni und den Bundes- und Landtagswahlen am 27.September. Erfahrungsgemäß beflügeln bevorstehende Wahltermine die Entscheider weniger zu mutigen Entscheidungen, da man mit Wahlkampf beschäftigt ist. 2010 wird politisch sicher interessanter als 2009.

Frage: Wie schätzt du die Arbeit des Kreistages in den letzten Jahren ein? Was wurde erreicht, was hätte besser laufen können?

Schluricke: Im Kreistag Dahme-Spreewald gab es in den vergangenen Jahren fast immer eine sachliche Arbeitsatmosphäre. Das war und ist ein großes Plus. Natürlich gibt es politische Unterschiede zwischen den Fraktionen, die an einzelnen Sachfragen auch deutlich werden. Aber Diskussionen verlaufen meist an der Sache orientiert, politische Schaukämpfe sind die Ausnahme. Viele Beschlüsse des Kreistages fallen einstimmig, weil sich alle an der Sache orientieren. Ich hoffe, dies bleibt auch in Zukunft so.
Wir haben im Kreis eine solide Finanzpolitik mit einem ausgeglichenen Haushalt. Obwohl die Finanzlage schwieriger wird, vor allem durch den Wegfall von Bundes- und Landesmitteln, haben wir vor wenigen Tagen den Haushalt 2009 beschlossen, der ein Volumen von fast 200 Millionen Euro hat. Auch in diesem Jahr werden wir die Maßnahmen des „Sozialpakets“ – Sozialticket, kostengünstiges und gesundes Schulessen, kostenlose Schülerbeförderung und das kostenlose letzte Kitajahr – fortführen. Auch dies war übrigens Konsens von SPD, CDU bis zur Linken und den Unabhängigen.
Als Sportpolitiker habe ich mich besonders über den Beschluss einer Sportentwicklungsplanung gefreut. Sie wird jetzt erarbeitet, damit wird noch gezielter den Sport fördern können, die Bedürfnisse der Sporttreibenden innerhalb und außerhalb der Vereine kennen und diese bei unseren Entscheidungen berücksichtigen. Die gerade beschlossene neue Sportförderrichtlinie bringt den Vereinen weniger Bürokratie und mehr Handlungsspielraum. Auch das war wichtig.
Kommunalpolitik misst sich ja immer auch an Personen. Der Wechsel im Amt des Landrates von Martin Wille zu Stephan Loge hat auch die Kreispolitik verändert. Loge hat seinen eigenen Stil entwickelt – geprägt von Kooperation und Kommunikation – der der Atmosphäre im Kreistag gut tut.

Frage: Wie siehst du die Rolle der Netzhoppers für unsere Region und deren (finanzielle) Zukunft gerade auch im Zusammenhang mit Bestensee?

Schluricke: Die Bedeutung der „A10-Netzhoppers“ als Werbeträger für die Region wird hier noch immer unterschätzt. Als Bundesliga-Team wirbt die Mannschaft bei jedem Auswärtsspiel für uns, jede Erwähnung in Medien bringt Aufmerksamkeit. Die „Netzhoppers“ sind ein Standortfaktor .
Die sportliche Entwicklung des Teams unter Trainer Mirko Culic spricht für sich. Spannende Spiele in der Landkostarena ziehen alle zwei Woche immer mehr Fans an. Und der Erfolg dieser Saison ist das Ergebnis guter und harter sportlicher Arbeit.
Obwohl die akuten finanziellen Probleme am Ende letzten Jahres abgewendet werden konnten, bleibt die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft wohl Thema Nr.1. Der Landkreis hat hierzu mit einem bescheidenen Sponsorenvertrag seinen Beitrag geleistet. Gefordert sind aber vor allem die Unternehmen der Region – hier bleibt noch Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins der sportlichen folgen kann. Welchen Beitrag die Gemeinde Bestensee hierzu leisten kann, muss die Gemeinde selbst entscheiden. Bürgermeister Quasdorf ist aber einer der zuverlässigsten Partner der Netzhoppers. Er tut schon jetzt was er kann.
Mittelfristig muss sich der Verein weiterentwickeln. Das selbst formulierte Ziel der Netzhoppers ist der „Aufbau einer Volleyballhochburg“ mit internationalen Spitzensportlern. Ich halte das für ein anspruchsvolles, aber erreichbares Ziel. Beispiele gibt es national und international.

 

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