
Anlässlich der Klausurtagung der AG Sport der SPD-Bundestagsfraktion in Iserlohn/Nordrhein-Westfalen erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:
Bundespolitik

Anlässlich der Klausurtagung der AG Sport der SPD-Bundestagsfraktion in Iserlohn/Nordrhein-Westfalen erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:
Der Anti-Doping-Kampf kann nur effektiv geführt werden, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte zusammenwirken. Wir begrüßen ausdrücklich die Forderung der Bundesärztekammer, überführten Dopingärzten die Approbation zu entziehen. Wer als Arzt den Hippokratischen Eid durch Beteiligung an Dopingpraktiken mit den Füßen tritt, muss bestraft werden. Ein anderes unverzichtbares Element ist die Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Dopingstraftaten. Die erste dieser Art hat Bayern eingerichtet und übernimmt damit eine Vorreiterrolle. Es wäre wünschenswert, wenn auch andere Landesregierungen diesem Beispiel folgen würden - insbesondere Nordrhein-Westfalen, schließlich hat die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ihren Sitz in Bonn. Entsprechende Forderungen der SPD-Landtagsfraktion hat die Landesregierung bisher leider abgelehnt.
Eine juristische Verfolgung von Dopingsündern und deren Hintermännern erfordert jedoch verbesserte Nachweismethoden. Hier sind die Pharmaunternehmen gefordert, möglicherweise zu Dopingzwecken missbrauchbare Substanzen bereits in der Entwicklung durch von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) anerkannte Dopingkontrolllabore begleiten zu lassen, um rechtzeitig Nachweisverfahren entwickeln zu können - nur so können die Dopingfahnder dem "Hase und Igel-Spiel" mit den Dopingsündern ein Ende setzen. Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse spielen sowohl bei den Doping- als auch bei den Nachweismethoden eine entscheidende Rolle. Umso wichtiger ist eine verstärkte Forschungsförderung der internationalen Anti-Dopinglabore.
Auch die finanzielle Unterstützung der NADA lässt noch immer zu wünschen übrig. Weder die Länder noch die Sponsoren kommen ihrer Verpflichtung bisher in ausreichendem Maß nach.
(PM der AG Sport der SPD-Bundestagsfraktion vom 4.3.09)
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