
Eine positive Bilanz für das Jahr 2010 zieht der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus des Kreistages, Andreas Schluricke. „Unser Landkreis hat seine gute Position in den vergangenen zwölf Monaten behaupten können und sie auf einigen Feldern – so zum Beispiel dem Tourismus – weiter ausgebaut. Das wichtigste Infrastrukturprojekt, der Bau des BBI, ist trotz mancher Schwierigkeit auf einem guten Weg“, so der Schönefelder Kreistagsabgeordnete.
„Die wirtschaftliche Entwicklung Dahme-Spreewalds im Jahr 2010 ist wieder eine Erfolgsgeschichte. Der Landkreis hat dazu seinen Beitrag geleistet: unter anderem mit dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt III in Wildau, dessen Grundstein im Mai 2010 gelegt und das Mitte 2011 fertig gestellt sein soll. Dort entstehen bis zu 250 weitere qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. Von besonderer Bedeutung für die gesamte Region ist die Fertigstellung des BBI in Schönefeld“, so Andreas Schluricke. „2010 war ein Jahr mit Licht und Schatten für das Projekt. Im Juni konnten die unterirdischen Bahnanlagen übergeben werden, im Mai das Richtfest für das neue Terminalgebäude gefeiert werden. Trotz der Verschiebung des Eröffnungstermins und der Debatte über die künftigen Flugrouten ist der BBI auf Kurs. Das Mittelstandskonzept hat sich bewährt. Von den 1,98 Milliarden Euro Vergabevolumen blieben 62 Prozent, nämlich 1,22 Milliarden Euro, in der Region. So profitieren viele Unternehmen und die Menschen in der Region vom Flughafenbau. Die Entscheidung über die zukünftigen Flugrouten muss nun zügig und sachgerecht erfolgen“, so die Forderung des SPD-Abgeordneten.
Auf ein durchweg erfolgreiches Jahr kann die Tourismusbranche im Landkreis zurückblicken. Sowohl im Dahme-Seen-Gebiet, wie auch im Spreewald konnten für das erste Halbjahr steigende Besucherzahlen verzeichnet werden. 251.100 Gäste besuchten bis August den Norden des Landkreises, ein sattes Plus von 9,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Zuwächse verzeichnete auch „Tropical Islands“, das durch die Eröffnung des Ferienhausdorfes in diesem Jahr noch attraktiver wurde und schon im ersten Halbjahr zehn Prozent mehr Besucher als im Vorjahr begrüßen konnte.
Die Landwirtschaft im Landkreis ist nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftsbereich. Sie erhält und pflegt über 72.000 ha Acker und Grünland im LDS und gibt über 2.500 Menschen Arbeit. Ein Landwirt unseres Landkreises ernährt heute 133 Mitbürger, so der jüngste Agrarbericht. Mit 65 ökologisch wirtschaftenden Betrieben auf 22.900 ha ist Dahme-Spreewald bundesweiter Spitzenreiter mit dem höchsten Anteil an Ökobetrieben. Doch gerade die Landwirtschaft hat ein schweres Jahr hinter sich. Nach der Trockenheit im Frühsommer und extrem hohen Niederschlägen im August kämpfen viele Landwirte im Süden des Kreises seit August mit der dramatischen Hochwassersituation. 53 Betriebe haben zum Teil erhebliche Hochwasserschäden, über 4.400 ha landwirtschaftliche Fläche sind überschwemmt, nicht nutzbar und müssen neu angelegt werden. Der Landkreis wird auch in Zukunft an der Seite der Landwirte stehen und sich dafür einsetzen, dass Missstände und unklare Zuständigkeitsregelungen, die die natürlichen Ursachen des Hochwassers weiter verschärft haben, zukünftig behoben werden.
„Dahme-Spreewald ist auf gutem Kurs“, so das Fazit des SPD-Kreistagsabgeordneten Andreas Schluricke.
Andreas Schluricke, Mitglied des Kreistages