
Wie heißt es so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Die Euphorie über den 3:1 Sieg gegen Genarali Haching hat sich gelegt und auch der All-Star-Day ist nunmehr Geschichte.
Am Samstag beginnt die Rückrunde gegen eines der besten Teams der Liga, evivo Düren. Nachdem wir in den Vorjahren gegen die Dürener Mannschaft immer das Nachsehen hatten, begannen wir diese Saison mit einem Überraschungssieg bei unseren Gäste (3:1).
Dieser Sieg war zwar sehr schön und stellte einen gelungenen Saisonauftakt dar, jedoch darf er nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade zu Beginn der Saison evivo Düren doch einige Schwierigkeiten hatte.
Im Verlauf der Hinserie verbesserten unsere Gäste kontinuierlich ihre Form und Spielstärke. Diese konnten die Teilnehmer der A10 Netzhoppers beim All-Star-Day genau unter die Lupe nehmen. Mit vier Akteuren stellte evivo Düren den größten „Block" im Team Norden. Bedenkt man, dass die A10 Netzhoppers erstmalig in ihrer Vereinsgeschichte einen Spieler zu den All-Stars entsenden durften, stellt diese Menge an außergewöhnlichen Spielern schon ein Qualitätsmerkmal dar.
Die letzten drei Spiele konnte evivo Düren für sich entscheiden. Besonders auffällig war der klare Auswärtssieg gegen die SG Eschenbacher Eltmann (3:0), bei welchem im gesamten Spiel nur ein Angriffsfehler unterlief.
Die Erfolge aus den Vorjahre sprechen für sich: In der Saison 2007/2008 wurde das Pokalfinale erreicht und in den beiden Spielzeiten davor jeweils das Finale um die Deutsche Meisterschaft.
Die A10 Netzhoppers KW sind daher darauf vorbereitet, sich jeden Punkt hart zu erarbeiten. Dabei wird es insbesondere darauf ankommen, den Top-Scorer der Dürener, Heriberto Quero, nicht ins Spiel kommen zu lassen. Dieses ist ein schwieriges Vorhaben, da beide Zuspieler der Gäste äußerst variabel spielen und den Vorteil haben, Linkshänder zu sein. Auch Mittelblocker Vladimir Rakic spielt eine sehr gute Saison und ist blendend in Form. Eine schwer einzuschätzende Größe im Spiel der Gäste ist der während der Saison verpflichtete Universalspieler Vincent Lange. Netzhoppers-Trainer Mirko Culic hatte bereits beim SCC Berlin zwei Jahre lang das Vergnügen, ihn zu trainieren. Er weiß, dass er sehr stark sein kann.
Auch wenn das spielerische Potential unserer Gäste sehr hoch ist, brauchen sich die Kängurus nicht zu verstecken. Neben den großen Trümpfen Kampfgeist, Geschlossenheit und Siegeswille verfügt das Team ja auch über sehr starke Punktelieferanten.
Leider hat die Mannschaft einen Ausfall zu verkraften, der spielerisch möglicherweise ersetzbar ist, als Team-Leader aber wohl kaum. Kapitän und Zuspieler Manuel Rieke kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mitwirken. An seiner Stelle wird der 20-jährige Erik Weber das Spiel gestalten. Dass dieser ein sehr guter Vertreter ist, hat er bereits beim Sieg über die TSV Gießen/Hildesheim unter Beweis stellen können.
Insbesondere die erfahrenen Spieler müssen das Team auf dem Platz führen. Trainer Mikro Culic wird dazu wieder sie richtigen Mittel und Worte finden, dieses auch umzusetzen.
(Thomas Lehne auf www.netzhoppers.org)