
Ligaprimus VfB Friedrichshafen gewinnt klar mit 3:0
Man kann nicht sagen, dass sich die A10 Netzhoppers Königs Wusterhausen
Nichts ausgerechnet haben. Um jedoch eine europäische Spitzenmannschaft
in Verlegenheit zu bringen oder gar zu schlagen, hätten alle Spieler
Topform an den Tag legen müssen.
Trainer Mirko Culic hat mal wieder ganz tief in die Taktikkiste gegriffen.
Die Mannschaft begann mit Manuel Rieke, Jonathan Erdmann, Arvid Kinder,
Matthias Böhme, Nikola Matijasevic, Salvador Hidalgo und als Libero
-völlig überraschend- mit Kay Ma-tysik.
Um das Beste vorwegzunehmen: Im Gegensatz zum Pokalspiel gegen die
Wuppertal TITANS zeigte sich die Mannschaft stabiler und geschlossener.
Dass das Team immer hoch motiviert seine Aufgaben angeht, ist eine große
Stärke, vielleicht allgemein vor-ausgesetzt, an dieser Stelle aber
unbedingt zu erwähnen.
Der erste Satz war über die Spielstände 10:10, 16:16 und 21:21 sehr
ausgeglichen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Brandenburger Gäste durchaus
die Chance auf einen Satzgewinn. Obwohl gute Angriffe gezeigt wurden, war
der nahezu fehlerfrei spielende Gegner nicht aus der Ruhe zu bringen. Im
entscheidenden Moment zeigte der VfB Friedrichshafen seine überragende
Klasse, konnte zulegen und gewann den ersten Satz 25:21. Hier
kritisierte Culic, dass „das erfolgreiche variable Spiel nicht mehr
gezeigt wurde und nur harte Bälle gespielt wurden, die zu ver-meidbaren
Fehlern führten“.
Die Sätze zwei und drei verliefen ähnlich. Den A10 Netzhoppers gelang es
nicht mehr, in Führung zu gehen. Dadurch ist es kaum möglich gewesen, die
selbstsicheren Gäste in Schwierigkeiten zu bringen. In den wenigen
kritischen Situationen zeigte sich die individuelle Klasse der VfBler. Im
zweiten Satz gelang es bis zum 14:15 in Schlagdistanz zu bleiben. Der
Rückstand vergrößerte sich allerdings innerhalb kurzer Zeit auf 16:22.
Damit war der Satz faktisch verloren und endete mit 19:25.
Im dritten Satz gingen die Gastgeber mit 10:7 in Führung. Bei einem 0:2
Rückstand bei einem solch starken Gegner haben schon so manche
Mannschaften aufgegeben. Bis zum Stand von 16:14 waren der Einsatz und das
mutige Spiel unserer jungen Truppe recht ansehnlich. Leider wurde dieses
Risiko nicht belohnt und der Grat, auf zwischen Erfolg und Niederlage
gewan-dert werden musste, war (noch) zu schmal. Auch der dritte Satz ging
mit 25:18 nach Friedrichshafen.
Trainer Mirko Culic zeigte sich trotzdem zufrieden mit der Leis-tung
seiner Mannschaft. Große Sorge bereitete ihm, dass, nach-dem Sebastian
Prüsener und Florian Karl bereits krankheitsbe-dingt ausfielen, auch noch
Matthias Böhme (Schulter) und Felix Braun (Knie) angeschlagen waren.
Insbesondere die fehlende Annahmestärke hätte sich bei den wuchtigen
Aufschlägen der Gastgeber bemerkbar machen können. Libero Kay Matysik,
aber auch alle Anderen zeigten sich jedoch absolut auf der Höhe.
Trainer Culic setzte diesmal darauf, allen Spielern eine Einsatz-chance zu
geben und wechselte im Verlauf des Spiels sehr viel, so dass neben den
bereits genannten „ersten Sieben“ auch Felix Braun, Björn Matthes, Erik
Weber und Sebastian Krause ihre Chance bekamen.
Dass der Erstligist aus Brandenburg eine gute Mannschaft hat zeigte sich
insbesondere dadurch, dass Alle bis zum letzten Punkt 100% Einsatz
zeigten. Betreuer Haupt war sehr erfreut darüber, dass „die A10
Netzhoppers sowohl vom gegnerischen Team, als auch von den Fans für das
Auftreten gelobt wurden. Mehr noch wurde bescheinigt, dass der Weg auf dem
sich die Mannschaft befindet der richtige ist und, sofern nicht davon
ab-gewichen wird, das Erreichen der nationalen Spitze möglich scheint.“
Da die A10 Netzhoppers bereits gestern nach Friedrichshafen reisten,
bestand heute die Möglichkeit, dass schöne Friedrichs-hafen zu
besichtigen. Was folgte war, dass fremde Menschen unsere Jungs ansprachen
und wusste, was die A10 Netzhoppers machen und woher sie kommen. Dieses
ist sowohl ein Ausdruck der Volleyballbegeisterung in Friedrichshafen,
aber auch ein Zeichen, dass unsere Mannschaft ein hervorragender
Botschaf-ter Brandenburgs ist.
Somit ist das Spiel gegen den VfB Friedrichshafen Geschichte und das
nächste (wie immer das schwerste) gegen den SCC Berlin steht vor der Tür.
Bereits am Sonntag, 07. Dezember 2008, 15.00 Uhr kommt es zum Derby in der
Landkost-Arena Besten-see.
Thomas Lehne