Vor einem Jahr, im Juli 2005, beschloss die Kreisverwaltung Dahme-Spreewald nach öffentlicher Diskussion und politischen Initiativen, unter anderem vom SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Danckert und Kreistagsabgeordneten Andreas Schluricke, die Einrichtung einer „Baustellenkommission“ zur Koordinierung von Straßenbaumassnahmen im Landkreis. In einer Anfrage an den Landrat im Juli dieses Jahres erkundigte sich Andreas Schluricke nach einer ersten Zwischenbilanz der Kommissionsarbeit. In der Antwort des Landrates fällt diese Bilanz durchaus durchwachsen aus.
Seit Sommer 2005 tagt die Koordinierungsrunde an jedem ersten Mittwoch eines Quartals, so die Auskunft der Verwaltung. Ständige Teilnehmer sind die IHK, die Polizei, die Straßenbaubehörden des Landkreises, des Landesbetriebes, die Stadt Königs Wusterhausen und die RVS. Bei Bedarf werden weitere Teilnehmer eingeladen.
Im ersten Jahr ihres Bestehens verschaffte sich die Kommission, so die Antwort, zunächst einen Überblick über die für 2006 geplanten Baumaßnahmen, die sich auf den Straßenverkehr auswirken. Eingehend hat man sich mit den Baumaßnahmen zu den Ortsdurchfahrten Zeesen, Großziethen sowie der Halber Kirchstrasse befass1t. Dabei sei auch verabredet worden, bestimmte Baumaßnahmen nicht parallel stattfinden zu lassen.
Die Kreisverwaltung bilanziert als positives Arbeitsergebnis, dass sich durch die Kommission der Informationsfluss zwischen den Beteiligten „wesentlich verbessert“ habe. Auch sei das Verständnis für bestimmte Maßnahmen , z.B. bei den Gewerbetreibenden, erhöht worden. Allerdings sei die Kommission „nicht in der Lage, solche Maßnahmen wie sie in Großziethen oder in Zeesen zur Verbesserung der Umleitungen/Umfahrungen während der Bauphase getroffen wurden, zu bewirken“. Dafür benötige es öffentlichen/politischen Druck, so die Kreisverwaltung. Außerdem hätten nicht alle Baulastträger ihre Maßnahmen der Kommission mitgeteilt.
„Die Bilanz der Verwaltung zeigt“, so Andreas Schluricke, „dass der Ursprungsgedanke einer Koordinierung richtig war. Im Interesse möglichst geringer Behinderungen des Straßenverkehres ist es gut, wenn sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und ihre Vorhaben aufeinander abstimmen. Allerdings scheint es durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Daher werde ich der SPD-Fraktion vorschlagen, dass sich die Fachleute im Bauausschuss des Kreistages einmal intensiver mit dem Thema befassen und z.B. überlegen, wie der Informationsfluss von allen Baulastträgern sichergestellt werden kann.
Mein Dank gilt aber gleichzeitig den schon jetzt Beteiligten, vor allem der IHK und der Polizei, die ihren Sachverstand und ihre Erfahrungen in die Arbeit der Kommission einbringen.“, so der SPD-Kreistagsabgeordnete Andreas Schluricke.